Palaye Royale
Schmutzige Gitarren, große Gesten und Gefühle, die sich nicht hinter einer coolen Pose verstecken: Palaye Royale verbinden die Wucht des Rock’n’Roll mit der Lust am Spektakel. Die Brüder Remington Leith, Sebastian Danzig und Emerson Barrett denken Musik, Mode und Kunst zusammen – und geben ihrem theatralischen Art-Rock damit eine unverwechselbare Gestalt. Aufgewachsen in Las Vegas, zieht es die drei früh nach Los Angeles. Noch bevor ihr Debütalbum „Boom Boom Room (Side A)“ 2016 erscheint, spielen sie Hunderte Shows. Die Bühne wird zum Ort, an dem ihre Ideen zum Leben erwachen. Mit „The Bastards“ (2020), „Fever Dream“ (2022) und „Death or Glory“ (2024) erweitern sie ihren Kosmos um rauen Gitarrensound, Glamour und große Melodien weiter.
Hinter ihrem sechsten Studioalbum „Amsterdamage“, das am 22. Januar 2027 über Sumerian Records erscheint, steckt allerdings mehr als das nächste Kapitel einer Bandgeschichte. 2024 verlieren die Brüder ihre Mutter Stephanie Rachel, ihre wichtigste Unterstützerin. Jeder findet zunächst seinen eigenen Umgang mit der Trauer, bis das gemeinsame Arbeiten an neuen Songs sie wieder zusammenführt. Geschrieben wurde das Werk 2025 zwischen einem vollen Kalender und einer Menge Konzerte, an Orten, die sich von der Küste San Diegos bis in die Niederlande erstrecken; fertiggestellt wurde es schließlich in Chris Greattis Studio in Los Angeles.
Das Musikmachen wurde dabei zum verbindenden Element zwischen ihnen. Eine Kraft, ohne die sie vielleicht sogar getrennte Wege gegangen wären.
Mit der ersten Single-Auskopplung „Lost In Translation“ blicken Palaye Royale nun auf die britischen Rockbands der Nullerjahre zurück, mit denen die Brüder aufgewachsen sind. Remington Leith beschreibt den Song als bewusst energiegeladen und für die Bühne gedacht. Hinter diesem Vorwärtsdrang steckt jedoch ein Konflikt: Es geht darum, an einer Beziehung oder einem Traum festzuhalten, obwohl ständig etwas dazwischenkommt. Statt die Zweifel abzuschütteln, trägt der Song sie mitten in die Euphorie hinein und offenbart eine Spannung, die gut zu einer Band passt, bei der überbordende Gefühle und große Gesten zusammengehören.
Nachdem Palaye Royale hierzulande zuletzt 2025 auf Tour waren und u.a. Yungblud auf Tour begleiteten, kehren sie endlich wieder zurück. Im März und April 2027 bringt das Trio „Amsterdamage“ für vier Konzerte nach Deutschland. Neben Berlin und Köln stehen gleich zwei aufeinanderfolgende Abende in München auf dem Tourplan. Damit bekommt dieser persönliche Neubeginn seinen Platz dort, wo für die Brüder schon früh alles zusammenlief: auf der Bühne, im direkten Austausch mit ihrem Publikum.