South Arcade
Es beginnt mit einem Funkenflug im Netz und endet im kollektiven Rausch schweiĂnasser Hallen. In den sozialen Netzwerken explodieren die Klickzahlen, wĂ€hrend zeitgleich auf den BĂŒhnen der Welt der absolute Ausnahmezustand ausbricht. Das britische Quartett South Arcade aus Oxford hat einen radikalen, ungezĂ€hmten Hybrid erschaffen, der sĂ€mtliche Genregrenzen pulverisiert.
Ihre Geschichte klingt dabei wie das Drehbuch fĂŒr den perfekten Pop-Mythos. Die SĂ€ngerin Harmony Cavelle und der Gitarrist Harry Winks kennen sich seit Kindheitstagen, machen schon ewig zusammen Musik und landen schlieĂlich 2021 an der University of Surrey in Guildford. Ăber eine Anzeige suchen sie Gleichgesinnte fĂŒr ein waghalsiges Experiment. Gefragt ist eine Melange, die klingt, als wĂŒrden die tonnenschweren Riffs von Royal Blood auf die schillernde Pop- Intelligenz einer Charli XCX prallen. Der Bassist Ollie Green und der Schlagzeuger Cody Jones beiĂen an und das Line-up steht 2022. Die Band zieht zusammen in Cavelles Elternhaus, probt bis zum Umfallen und leiht sich ihren Namen kurzerhand von einem Hinweisschild am Einkaufszentrum Westgate Oxford.
Was diese vier Musiker*innen abfeuern, nennen sie selbst âY2K Coreâ. Es ist eine Zeitreise mit eingebautem Turbolader. South Arcade bedienen sich schmerzbefreit im Fundus der spĂ€ten Neunziger und frĂŒhen Nullerjahre und kreuzen dabei die brachialen Vorschlaghammer-Gitarren von Linkin Park und Limp Bizkit mit den zuckersĂŒĂen, unverschĂ€mt eingĂ€ngigen Hooks von Avril Lavigne, Britney Spears oder Gwen Stefani. Hits wie âDANGERâ, âNepo Babyâ oder das grandiose â2005â, dessen Musikvideo eine visuelle Hommage an die legendĂ€ren iPod-Werbespots von Apple ist, schieĂen im Netz durch die Decke und verbuchen spielend jeweils weit ĂŒber zwanzig Millionen Streams.
Doch die eigentliche Magnitude dieses Erdbebens lĂ€sst sich nicht in Algorithmen messen. Man muss sie spĂŒren. Live-Konzerte und weltweite Touren sind das schlagende Herz dieses Erfolgs. Ihre Shows sind hochenergetische Entladungen, bei denen das Publikum vom ersten Akkord an in ein tobendes Meer verwandelt wird. Nach einer komplett ausverkauften Headliner-Tour quer durch Nordamerika im vergangenen Herbst brennt die Band nun darauf, gröĂere Arenen zu erobern. Der Terminkalender liest sich wie eine sportliche Ansage: Ob als Support fĂŒr die Stadion-GröĂen von 5 Seconds of Summer, auf den heiligen Festivalböden beim Download und Reading oder mitten im Norden beim Deichbrand- Festival: South Arcade reiĂen jede BĂŒhne ab, die man ihnen hinstellt. Die Auszeichnung als âBest UK Breakthrough Artistâ und die Nominierung als âBest Breakthrough Live Artistâ bei den Heavy Music Awards untermauern, dass hier ein neuer Live-Gigant heranwĂ€chst.
Wer diese rohe Energie, die markerschĂŒtternden Riffs und die pure Ekstase leibhaftig miterleben möchte, muss sich das kommende FrĂŒhjahr im Kalender rot anstreichen. Im MĂ€rz 2027 kommen South Arcade fĂŒr drei Konzerte nach Deutschland, um zu beweisen, wie laut die Zukunft wirklich ist.