Danger Dan

Freitag
Fr. 06. November 2026
Einlass 18:30 h Beginn 20 h
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Manchmal gibt es Dinge, die größer werden als ursprünglich geplant. Nicht wegen einer perfekten Inszenierung oder eines cleveren Marketingkonzepts, sondern weil sie Menschen wirklich erreichen. Genau das ist Danger Dan mit „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ passiert. Ein DIY-Album, an das anfangs kaum jemand geglaubt hat, wurde zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Alben der letzten Jahre, mit Gold ausgezeichnet und zum Soundtrack für Hunderttausende Menschen. Zwischen Punkfestival, Konzerthaus und ausverkauften Hallen hat Danger Dan etwas geschafft, das man nicht planen kann: Er hat den Nerv der Zeit getroffen. Nach den beiden ausverkauften Wuhlheide-Konzerten vor insgesamt 30.000 Menschen geht diese besondere Geschichte jetzt endlich weiter. Vom 23. Oktober bis 20. Dezember 2026 spielt Danger Dan Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Und wer jetzt an geschniegelt durchinszenierte Popshows denkt, ist bei ihm weiterhin falsch. Danger Dan bleibt Danger Dan: Bomberjacke und Klavier, Geschichten, spontane Gedanken, feiner Humor, politische Haltung und diese seltene Mischung aus Zerbrechlichkeit und Wut.

Am 2. Oktober 2026 erscheint »Keine Angst«, das neue Album von Danger Dan. Die Ankündigung kommt genau im richtigen Moment. Es ist zwar Frühling, aber kontinuierlich steigende AFD-Umfragewerte, wachsender Antisemitismus, Neonazi-Gruppen, die sich gezielt verabreden, um CSDs zu attackieren und eine erschreckend bröckelnde Solidarität lassen einen eher an einen besonders kalten Winter denken.

Was wir jetzt brauchen, ist bitte kein Plädoyer für die Liebe oder halbgares Gesülze über Gemeinschaft. Es ist Zeit für Antifaschismus, radikale Kunst, für den Protest und für eine schonungslose Auseinandersetzung mit der Gegenwart, der Welt und uns selbst. Aber natürlich mit einer gewissen Nonchalance, diesem besonderen feinsinnigen Humor. Wir brauchen also Danger Dan. Das Klavier, die rote Bomberjacke, vor allem diese einmaligen Lieder und keine Angst.

Eher zufällig hatte Danger Dan vor fünf Jahren mit seinem ersten Klavieralbum den Zeitgeist getroffen und die Köpfe und Herzen der Menschen erreicht. Das mit Gold ausgezeichnete DIY-Album »Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt« wurde gegen jede Wahrscheinlichkeit eins der erfolgreichsten Pianoalben aller Zeiten. Aus dem Erbe der politischen Liedermacherbewegung, seiner eigenen Punk- und Hip-Hop-Sozialisation und einem von Giganten wie Randy Newman inspirierten Storytelling erfand Danger Dan damals ein komplettes Genre, das es in dieser Form vorher nicht gab. Seine ganz spezielle Art von romantischem Agitprop-Chanson formuliert er nun auf «Keine Angst« in Vollendung aus. Danger Dan hat der Versuchung des großen Boheis widerstanden und also alles richtig gemacht. Es gibt auf diesem Album weder aufgeblasene Orchester oder Chöre noch übertrieben viele sonstige Instrumente, es treten auf und wirken: das Klavier, die Stimme, diese einmaligen Texte.

Es geht auf »Keine Angst« um nichts geringeres als um Leben und Tod, es geht um Anleitungen zum Widerstand gegen die faschistische Gefahr, aber auch um die Liebe, Versicherungsvertreter, Kneipenschlägereien und den sogenannten Sinn des Lebens und die Frage, was am Ende bleibt. Aufgenommen hat Danger Dan das neue Album mit seinem Bruder Panik Panzer einfach bei sich zuhause. Abgemischt hat es Philipp Schwär. Ein Streicherquartett wurde in Zürich aufgenommen, aufwendiger wurde es nicht. Die ersten Skizzen habe ich im Sitzen aufgenommen«, sagt Danger Dan. »Dann habe ich es im Studio noch mal stehend eingesungen, mir die Ergebnisse angehört – und anschließend alles im Sitzen mit einer Zigarette in der Hand noch mal neu aufgenommen. Weil es entspannt sein muss und salopp. Alles richtig machen ist auch nur alles falsch machen.“ Sein Klavierspiel ist jetzt flüssiger, raffinierter, aber nicht zu raffiniert, nicht: virtuos. Danger Dan hat seinen Stil mit »Keine Angst« perfektioniert, ohne ihn übertrieben zu perfektionieren. »Keine Angst« ist in jeder Faser Danger Dan, es sind die Lieder, die wir jetzt brauchen.

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