John Robb & Mark Reeder
John Robb und Mark Reeder sprechen miteinander und mit ihren Gästen über 50 Jahre Punk, wann und wo und wie sie von der Neuen Welle und Energie erfasst wurden, über Erfahrungen und Anekdoten, und vor allem wie richtungsweisend letztendlich diese Zeiten des nicht nur musikalischen Aufruhrs für sie und ihre Leben gewesen sind. Dazu gibt es seltene Projektionen (Fotos, Plakate, Artefakte), sowie eine on-tour Fotoausstellung mit Motiven von der Dokumentar-Fotografin Sabine Schwabroh.
Wenn auf jemanden die Titulierung Tausendsassa zutrifft, dann definitiv auf den in Blackpool aufgewachsenen und in Manchester lebenden Briten JOHN ROBB. Er sagt über sich, Punkrock habe sein Leben gerettet, und betitelt seine 2026 erscheinende Autobiografie „Punk Rock Ruined My Life“. Robb ist Bestsellerautor („Punk Rock”, “The Stone Roses”, “Oasis”, “Madchester”, etc.), Gründer des jährlich stattfindenden Musik- und Buchfestivals „Louder Than Words“ (Manchester), Journalist (Guardian, Melody Maker, Sounds, The Independent…), Moderator, TV- & Radio-Talkmaster, Öko-Aktivist und Musiker (The Membranes, Goldblade). Er war der erste Journalist, der ein Interview mit Nirvana führte, und ihm wird die Prägung des Begriffs Britpop zugeschrieben.
Der in Manchester geborene und aufgewachsene Musiker MARK REEDER (The Frantic Elevators, Die Unbekannten, Shark Vegas), DJ, Remixer (New Order, Depeche Mode, John Foxx, Pet Shop Boys, Anne Clark, Blank & Jones, Die Toten Hosen), Labelmacher & Produzent, Filmemacher („B-Movie, Lust & Sound in West-Berlin, 2015) und Podcaster („Grenzgänger“, ARD/RBB) lebt seit 1978 in Berlin. Mitte der 1970er Jahre arbeitete Mark Reeder im Virgin Records Shop Manchester, und lernte da die Musiker der aufkommenden Punk-Szene der Stadt kennen, von Joy Division bis Buzzcocks und Magazine. In Berlin angekommen, wurde Reeder Repräsentant für das Label Factory Records und die Band Joy Division. Er initiierte den Auftritt der einflussreichen Band im Berliner Kant Kino.
Die 1947 geborene Dokumentarfotografin und ausgebildete Gebrauchsgrafikerin SABINE SCHWABROH (Hamburg) gilt als führende Punk-Fotografin, insbesondere in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Hannover und Frankfurt, als auch in England und der Schweiz. Sie fotografierte bereits ab Anfang 1977 die frühen Konzerte englischer Bands (The Vibrators, The Clash, Ian Dury & The Blockheads, The Slits, Johnny Moped, Ultravox, Wayne County…) und kurz später die ersten Bands der neu entstehenden Deutschen und Schweizer Szene wie Male, S.Y.P.H., Hans-a-Plast, Kleenex, TNT, ZK, Salinos, D.A.F., Mittagspause (Charly`s Girls, Fehlfarben), Materialschlacht, Mania D. (Malaria), KFC, Fehlfarben, Big Muff (Abwärts), Razors, Buttocks, etc.