Alice Costelloe

Dienstag
Di. 15. September 2026
Einlass 19 h Beginn 20 h
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AK: 28
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Vorverkauf startet am 08.05., 10 Uhr

Ihre kristallklare Stimme schwebt über einem vielschichtigen Klangteppich, ihre Leichtigkeit steht im Kontrast zur Schwere der behandelten Themen: Alice Costelloe ist eine der bemerkenswertesten Entdeckungen des britischen Indie-Pop der letzten Jahre. Bevor Costelloe als Solokünstlerin in Erscheinung trat, war sie als Mitglied des von der Kritik gefeierten Shoegaze-Duos Big Deal (Mute Records) sowie als Live-Bassistin der Birminghamer Indie-Band Superfood bekannt. 2023 veröffentlichte sie unter dem Namen Al Costelloe ihre erste Solo- EP „So Neurotic“ und unterschrieb 2024 bei Moshi Moshi Records – dem Londoner Kultlabel, das u.a. Florence and the Machine, Bloc Party und Disclosure früh ein Zuhause gab. Dort erschien ihre zweite EP „When It’s The Time“, produziert von Mike Lindsay (Laura Marling, Anna B Savage, LUMP).

Auf ihrem im Februar 2026 erschienenen Debütalbum „Move On With The Year“ wagt Costelloe gemeinsam mit Mike Lindsay einen entscheidenden Schritt: weg von der Indie- Rock-Ästhetik ihrer Bandvergangenheit, hin zu einem zarten wie mutigen Art-Pop, der schwebende Mellotron-Flächen, sanfte Taishogoto-Klänge und leise Klaviertexturen zu einer Klangwelt menschlicher Wärme verwebt. Flatternde Flötenlinien, die mitten im Unterricht aufgenommen wurden, stehen für ihre bewusste Wahl der Unvollkommenheit als wahrhaftigste Ausdrucksform.

Im Zentrum ihres neuen Werks steht die Beziehung zu ihrem suchterkrankten Vater – die Last einer komplizierten Eltern-Kind-Beziehung und eine Art von Trauer, die sich nicht einfach auflösen lässt, die die Singer/Songwriterin aber ohne Bitterkeit, dafür mit stoischer Ehrlichkeit und bemerkenswerter Zartheit verhandelt. The Guardian nannte es „riveting“, MOJO „a moving solo debut of dark, surreal art-pop“ und ByteFM kürte es zum Release „Album der Woche“. Das Album berührt als Begleiter eines erneuten Aufwachsens, eines Umformens des eigenen emotionalen Fundaments und der Identität. Es ist ein Dokument der langsamen, stillen Arbeit, die es braucht, um sich selbst neu zusammenzusetzen und mit Blick nach vorn den nächsten Schritt zu gehen.

Live übersetzt Costelloe die rohen, zarten Themen des Albums mit derselben Intensität auf die Bühne, die bereits ihre Studioaufnahmen prägt – intim, atmosphärisch und eindringlich bis zum letzten Ton erstrahlt ihr Sound, der Verletzlichkeit zur Stärke macht. Im März 2026 spielte Alice Costelloe in London gleich zwei ausverkaufte Shows, am 15. September 2026 ist sie im Prachtwerk live zu erleben.

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