Future Islands

Dienstag
Di. 21. Mai 2024
Einlass 18:30 h Beginn 20 h
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Wenn die Songs von Future Islands einst wie Einladungen zu Szenen aus dem Leben eines anderen schienen, dann prĂ€sentiert „People Who Aren‘t There Anymore“ die ganze fesselnde Saga und verwandelt den Schmerz in Hoffnung. Hier gibt es Aufregung, VerwĂŒstung, VerstĂ€ndnis und die ersten Strahlen der Erlösung in 44 Minuten – eine Platte, die endlich die ganze EntrĂŒcktheit von Future Islands auch im Studio verwirklicht zeigt. Von Anfang an waren Future Islands einzigartig und sofort identifizierbar. Der vom Leben gezeichnete Gesang und die Schreie von Samuel T. Herring werden von Gerrit Welmers‘ Melodien untermalt und durch die Rhythmen von William Cashion und Michael Lowry aufgeladen. Diese PrĂ€misse hat sich auf der neuen Platte nicht geĂ€ndert, wohl aber die Menschen. Es gibt einen Schmerz und eine Freude in Herrings Stimme, die nur von ihren legendĂ€ren Live-Auftritten ĂŒbertroffen, aber bislang noch nie auf ihren Studioalben eingefangen wurden – und die sich anfĂŒhlen, als wĂ€ren sie zum ersten Mal losgelöst worden. UrsprĂŒnglich sollte dieses Album die Liebe feiern, aber dann hat Herrings Freundin, die schwedische Schauspielerin Julia Ragnarsson, ihn verlassen, als er an den neuen Songs schrieb. So wurde aus dem „King Of Sweden“ im Opener der liebesbekĂŒmmerte Crooner, der diese Tracks zu einem großen Erlebnis macht. Notgedrungen hat auch dieses Mal wieder die sĂŒĂŸe Melancholie und der Herzschmerz die Kontrolle ĂŒbernommen. Das ist sehr gut, obwohl man auch mal hören will, was der Mann wohl erst raushaut, wenn er glĂŒcklich verliebt ist. Aber nicht umsonst hat der Rolling Stone die Band mal als „Heart Ache Kings“ bezeichnet – und auch auf dieser Platte werden Hörer mit einer ordentlichen Dosis Euphorie versorgt. Future Islands haben rund 1500 Shows gespielt, die Körper zerschunden, StimmbĂ€nder zerfetzt, dem Publikum die Flucht ermöglicht und ihre Botschafter geheilt haben. „People Who Aren‘t There Anymore“ ist das Hauptwerk einer Band, die sich an einem Wendepunkt befindet: Sie entdecken neue Wege, um die Welt zu erleben, weil die alten Wege nicht mehr funktionieren. Diese Freiheit hat zum vollstĂ€ndigsten, transparentesten und ehrlichsten Statement in ihrer 17-jĂ€hrigen Bandgeschichte gefĂŒhrt. Bei den bekannten Live-QualitĂ€ten von Future Islands darf man sich schon jetzt auf die Auftritte im Mai freuen.

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