Mogwai

Montag
Mo. 09. November 2026
Einlass 18:30 h Beginn 19:30 h
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Tickets
Exkl.Exklusiver VorverkaufVVK via Artist Presale ab 16.03., 10 Uhr
Allg.Allgemeiner VorverkaufsstartVVKVVK-Start abam 18.03., 10 Uhr

Mogwai hat sich mit PLUS1 zusammengeschlossen, um War Child zu unterstützen. 1€ von jedem verkauften Ticket hilft War Child dabei, Kinder, die vom Krieg betroffen sind, zu schützen, zu bilden und für ihre Rechte einzustehen.

Dreißig Jahre sind in der Popgeschichte oft eine Ewigkeit. Für die schottische Band Mogwai jedoch wirken sie eher wie eine fortlaufende Bewegung: ein stetiges Anschwellen, Abebben und erneutes Aufbäumen von Klang. Seit Mitte der neunziger Jahre bauen die Musiker aus Glasgow an monumentalen Instrumentalstücken, die mehr Landschaft als Lied sind. Weite, düster schimmernde Klangräume, in denen Gitarren plötzlich zu Stürmen anschwellen und ebenso abrupt wieder in Stille zurückfallen.

Begonnen hat alles 1996 mit der Single „Tuner“, veröffentlicht über das bandeigene Label Rock Action Records. Was zunächst als pragmatische DIY-Lösung gedacht war – die eigene Musik selbst herauszubringen – entwickelte sich über die Jahre zu einer festen Institution der unabhängigen britischen Szene. Mehr als 150 Veröffentlichungen sind inzwischen über Rock Action erschienen; Bands wie Arab Strap oder The Twilight Sad fanden hier ein Zuhause. Zum dreißigjährigen Jubiläum hat die Band nun ein neues Video zu „Tuner“ veröffentlicht – zusammengeschnitten aus bislang unveröffentlichtem Archivmaterial, das drei Jahrzehnte Bandgeschichte umfasst. Es zeigt junge Musiker in verrauchten Clubs, Tourbusse auf endlosen Straßen, und schließlich eine Band, die längst zu einer der prägendsten Stimmen des Post-Rock geworden ist. Auch wenn Mogwai selbst mit dieser Genrebezeichnung stets gefremdelt haben.

Elf Studioalben später ist ihr Sound unverwechselbar geblieben. Brachiale Gitarrenwände, fragile Elektronik, dazwischen Momente von fast schmerzlicher Schönheit. Spätestens mit dem Album „As The Love Continues“ erreichte die Band auch kommerzielle Höhen: Platz eins der britischen Charts, eine Nominierung für den Mercury Prize. Ihr jüngstes Werk, „The Bad Fire“, knüpft daran an und klingt zugleich rauer, unmittelbarer. Produzent John Congleton hat dem vertrauten Mogwai-Kosmos eine kantigere Oberfläche verpasst – Synthesizer blitzen wie Neonlichter auf, Gitarren kratzen und flirren, während sich die Stücke weiterhin mit der geduldigen Dramaturgie entfalten, die zum Markenzeichen der Band geworden ist.

Doch wer Mogwai wirklich verstehen will, muss sie live erleben. Ihre Konzerte gleichen physisch spürbaren Klangritualen, minutenlang schichten sich Gitarrenflächen übereinander, bis der Raum zu vibrieren beginnt. Dann plötzlich ein Moment der Ruhe, als würde jemand das Licht dimmen, bevor die nächste Welle anrollt. Kaum eine Band beherrscht diese Dynamik so meisterhaft. Nach einem Festivalsommer rund um den Globus gehen Mogwai im November 2026 erneut auf Europatournee. Auch Deutschland steht auf dem Plan: Am 06. November spielt die Band in der Hamburger Elbphilharmonie, drei Tage später im Theater des Westens in Berlin. Zwei Abende, an denen sich zeigen dürfte, warum diese Musik seit drei Jahrzehnten so viele Menschen in ihren Bann zieht.

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