Lily Fitts
Wenn die erste öffentliche Aufmerksamkeit daraus besteht, dass die eigenen Cover-Videos von Genre- Größen wie Noah Kahan, Zach Bryan oder The Lumineers geteilt werden, braucht es keinen Blick in die Glaskugel, um festzustellen: Hinschauen lohnt sich! Was die amerikanische Singer-Songwriterin Lily Fitts angeht, haben sich die vermeintlichen Vorschusslorbeeren keinesfalls getäuscht. Denn mit ihren emotionalen Indie- Folk-Songs eröffnet die US-Amerikanerin gerade eine neue Generation an Indie-Folk- und Country-Artists, deren Fokus auf Storytelling für großes Identifikationspotenzial bei der wachsenden Fanbase sorgt. Dabei stand Musik für Lily Fitts lange Zeit gar nicht auf dem Radar – zumindest nicht in einem solch professionellen Rahmen.
Geboren und aufgewachsen an der North Shore von Boston hat sie zwar bereits im Kindesalter angefangen, mit Gitarre und Klavier Cover ihrer frühen Idole wie Taylor Swift oder Miley Cyrus aufzunehmen und auf YouTube zu teilen, beruflich sah sich Lily Fitts jedoch lange Zeit als Ärztin und studierte Medizin in Massachusetts. Erst als immer mehr Videos auf TikTok einen viralen Moment erfahren hatten, darunter allem voran ihre Version von Noah Kahans „Stick Season“, hat Lily die Musik auch für ihren Berufsweg in Betracht gezogen und schnell Nägel mit Köpfen gemacht. 2023 erschienen dann ihre ersten eigenen Songs, darunter die Debüt-Single „Hurts Like Hell“, in der die Sängerin in tagebuchartiger Ähnlichkeit von einer schmerzhaften Trennung erzählt. Die ehrlichen Coming-of-Age-Texte sind das Markenzeichen der Kunst von Lily Fitts, die im vergangenen Jahr mit ihrem Debütalbum „Getting By“ erstmals auf Albumlänge präsentiert wurde. Auf den zehn autobiografischen Songs der Platte lässt Lily Fitts ihre Hörer*innen an ihrem Leben teilhaben, bei dem Liebeskummer, Verlust und Selbstfindung ebenso dazugehören wie Erwachsenwerden und innere Konflikte. Bereits in diesem Jahr soll die Sängerin ins Studio gehen, um ihr zweites Album aufzunehmen – jedoch nicht ohne ihr Debütalbum mit einer ausgedehnten Europatour noch einmal gebührend zu feiern.