Elio Mei

Donnerstag
Do. 04. Juni 2026
Einlass 19 h Beginn 20 h
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Tickets
Exkl.Exklusiver VorverkaufVVK via Artist Presale ab 10.02., 10 Uhr
Vorverkauf bei Spotify ab 11.02., 10 Uhr
Vorverkauf bei Eventim ab 12.02., 10 Uhr
Allg.Allgemeiner VorverkaufsstartVVKVVK-Start abam 13.02., 10 Uhr

In den Liedern von Elio Mei scheint die Welt größer zu sein als das Zimmer, in dem sie entstehen. Fantasievolle Bilder, poetische Sprachspiele und eine Stimme von eigentümlicher Klarheit verbinden sich zu einem Sound, der Indie-Folk, Bedroom-Pop und leise Melancholie mühelos verschränkt. Was einst als TikTok-Phänomen begann, hat sich in erstaunlicher Geschwindigkeit zu einem eigenständigen künstlerischen Kosmos entwickelt: Debütalbum, mehrere EPs, zahllose Singles – alles in kaum mehr als zwei Jahren, geschrieben und aufgenommen im Schlafzimmer in Arizona. Mei baut kein Image, sondern eine Welt: verspielt, tröstlich, leicht entrückt, dabei so offen und nahbar, dass man sich in ihr sofort wiederfindet. Mit der ersten LP „A Thousand Song About It All: Act 1” kommt Elio Mei im Juni nach Berlin.

Diese Offenheit zeigt sich nicht nur musikalisch, sondern auch biografisch. Mit der bevorstehenden Tourankündigung wird aus dem Artistnamen Madilyn Mei offiziell Elio Mei werden, ein Schritt, der weit mehr ist als ein Rebranding. Es ist ein Akt der Selbstbehauptung, der Identität und künstlerische Wahrheit miteinander verbindet. Eine neue Single, die am Freitag, den 13. Februar erscheint, wird diese Entscheidung musikalisch vertiefen.

Der Sound dieses Projekts lebt von Kontrasten. Zarte Akustikgitarren treffen auf versponnene Bedroom-Pop-Produktionen, märchenhafte Motive auf intime Selbstbefragung. Die Songs erzählen von Selbstsuche, von queerer Identität, von Zugehörigkeit und Ausgrenzung, von Kindheit, Verlust und Hoffnung. Nie pathetisch, nie plakativ, sondern mit einer leisen, literarischen Präzision, die man im Pop selten findet.

Spätestens auf der Bühne zeigt sich, dass dieses Projekt über das Studio hinauswächst. Elio Meis Konzerte sind keine konventionellen Indie-Abende, sondern sorgfältig komponierte Erzählräume. Kostümierte Figuren, kleine theatrale Gesten und bewusst reduzierte Arrangements schaffen eine Atmosphäre, die zwischen Märchen, Rollenspiel und Bekenntnis oszilliert. Tourneen heißen hier folgerichtig „Side Quests“, das Publikum wird Teil einer gemeinsamen Reise, die irgendwo zwischen Eskapismus und Selbstbefragung verläuft. Kritiker*innen rühmen die emotionale Präzision dieser Auftritte, die berührende Präsenz und eine Stimme, die selbst in der Distanz eines Saals eine eigentümliche Intimität bewahrt. Man spürt: Diese Musik ist weniger Produkt als Erfahrung, weniger Playlist als Begegnung.

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