Dylan

Verschoben!
Mo 13. November 2023
Di 13. Februar 2024
Einlass 19 h Beginn 20 h
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Obacht: das Konzert wird/wurde verschoben. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Dass Dylans grafisch gestalteter Schriftzug an das berühmte Logo von AC/DC erinnert, ist kein Zufall. Auch wenn die 22-Jährige energetischen Pop macht, sagt sie doch von sich selbst, sie sei „a wannabe rock star in a pop star’s body“. Schon als Kind hat sie ihr Vater zusammen mit dem Bruder auf den Küchentisch gestellt, ihr eine Sperrholz-Gitarre in die Hände gedrückt und gemeinsam mit ihnen Songs von Guns’n’Roses, Rainbow oder eben AC/DC gesungen. Und mit elf habe sie mit ihrer so genannten Band dagestanden und das imaginierte Konzert mit den Worten „Hello Wembley“ gestartet. Zum Pop kam sie über Umwege. Zunächst war da das Songwriting, das ihr, dem traurigen Kind, geholfen hat, über die Schule, über fehlende Freunde und Mobbing hinwegzukommen und sich eine eigene Welt zu erschaffen. Ein Nachklang davon findet sich auf Dylans erster EP „Purple“, die melancholische Songs wie „Sour Milk“ oder „Drinking About You“ enthält. Da war sie noch auf der Suche nach dem eigenen Sound, den eigenen Themen, die sich langsam, aber stetig entwickelten. Jetzt sind diese elektronischen Synthie-Pop-Hymnen ihr Markenzeichen. Tracks über beknackte Jungs, die denken, sie seien der Käse, obwohl sie doch nur stinken, gehören mit ihrer inhaltlichen Deutlichkeit und dem direkten Humor zum Besten, was man toxischer Männlichkeit musikalisch entgegenhalten kann: „Must have hit your head too hard when you fell from heaven“, heißt es im Song „You’re Not Harry Styles“ aus dem vergangenen Jahr. Was nicht heißt, dass Dylan nicht auf der Suche nach der perfekten Liebe ist. Aber wie die auszusehen hat, bestimmt sie gefälligst selbst. Die Candyness, mit der die Britin ihre Lieder darbietet, steht dabei in einem großartigen Kontrast zu den Inhalten. Tanzen und streiten sind hier keine Widersprüche. Ihr Talent und ihre Persönlichkeit weckten auch das Interesse von Yungblud, Bastille und Ed Sheeran, die sie als Support-Act mit auf ihre Touren nahmen. Dylan mag noch am Anfang ihrer Karriere stehen, doch Wembley grüßt schon aus der Ferne.

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