Unterholz am Oberbaum #2

Freitag
Fr 20. September 2019
Einlass 18 h Beginn 19 h
Eventbild
Tickets
AK: 32
VVK: 26
zzgl. Gebühr
oder bei anderen
Vorverkaufsstellen

Obacht: Tickets sind Kombitickets für beide Tage (Freitag & Samstag)!

Auch 2019 wird es wieder einen September geben: und am 20. und 21. jenes Monats zaubern wir Newcomer und alte Hasen auf die Bühnen des Musik & Frieden. Eine Menge Bands, die vielleicht noch zu wenig Leute kennen, und ein paar, die schon bekannter sind. Am Freitag geht’s rund im “schwarzen Zimmer”. Irgendwie und irgendwas und irgendwo zwischen Indierock und Electropop, zwischen weird und nice, zwischen eins und zwei, zwischen kirschrot und knallgelb, zwischen Hase und Karnickel, zwischen Mainstream und Alternative, zwischen Tür und Angel, zwischen Trick und Track, zwischen Wasser und Wodka, zwischen Synth und Sound, zwischen englischsprachig und nicht.

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STARS begannen ihre Karriere, um die Geschichten zu erzählen, die wir in den dunkelsten aber auch hoffnungsvollsten Teilen unserer Seele tragen. Sie erzählen von den harten und weichen Kanten des Lebens und der Liebe, wie es nur diese Band kann. Die nachdenkliche Schönheit von Amy Millans Gesang im Zusammenspiel mit dem melancholischen Gesang und Trompetenspiel Torquil Campbells fügen sich zusammen als wären sie ein musikalisches Ich. Stars kehren immer wieder zurück, um uns zu trösten und zu beruhigen, und vor allem klarzumachen, dass der Weg zu einem gelebten Leben auch in der Erfahrung von Versagen und Scheitern liegt. Songs wie “Your Ex-Lover Is Dead” verlieren auch nach 15 Jahren nicht an Melancholie und versetzen den Zuhörer immer noch in dieses typische “Stars”-Gefühl.

Ein ganz eigener Sound, kobaltblau und kirchengelb, oder wie Neil Young (auf den sich bei BOTSCHAFT alle einigen können) mal sagte: “It’s all one song”. Soft Rock, Yacht Rock, höflicher Gitarren-Pop, mit “Indie” hat das nichts zu tun. Es ist ein lockerer, leichter Klang, deren Lyrics mit der Art der Musik brechen. Der Gesang von Malte Thran ist stellenweise wunderbar effeminiert und zärtlich, die sehr konkreten Texte könnte man als melancholisch bezeichnen – oder als bloße, bis ins Detail ausgearbeitete Schilderungen der Verhältnisse (und als rücksichtslose Kritik dieser Verhältnisse), in denen wir gezwungen sind, zu leben. Keine Hoffnung, die durchschimmert und keine Liebe als Antwort auf irgendetwas. Keine deutsche Band macht momentan Musik, die auch nur entfernt an Botschaft erinnert.

THE NIGHT CAFÉ ist ein Quartett aus Liverpool, das mitreißenden Indiepop macht – und nach einem van-Gogh-Gemälde benannt wurde. Alle Bandmitglieder lieben den Sound zB der Beatles oder The Coral, und das hört man deutlich auch an ihrem eigenen Sound. Nach einigen Singles und EPs erscheint noch im August 2019 endlich ihr Debüt-Album.