Tank And The Bangas - 15.02.2019 - Heimathafen Neukölln

Tank And The Bangas

Tank And The Bangas

Foto: Gus Bennett Jr.

 

Tarriona „Tank“ Ball ist eine außergewöhnliche Sängerin. In ihr kristallisieren sich alle Traditionen amerikanischer Stimmkunst: vom Blues und Gospel über jazzige Leichtigkeit, Sprechgesang und Rap bis hin zu Slam-Poetry. Ihr großartiges Vokalorgan steht immer im Zentrum von Tank and the Bangas (und wird auf das Schönste kontrastiert vom auffälligen Background-Gesang von Anjelika „Jelly“ Joseph), ohne dass sie ihrer wechselnden Anzahl von Mitmusikern die Show stehlen würde. Dabei ist es fast zu klischeehaft, dass das Kollektiv auch noch aus New Orleans stammt, folgerichtig allerhand musikalische Traditionen bündelt und daraus einen Cocktail aus ganz viel coolem Jazz, heißem Funk, einem Schuss (Neo-) Soul, jeder Menge HipHop und ein einem Spritzer Spoken-Word braut.

 

Tatsächlich hat Tank Ball vor ihrer musikalischen Karriere mehrere Auszeichnungen als Spoken-Word-Künstlerin gewonnen. Bei dieser Vorgeschichte ist auch klar, dass die Lyrics auch den entsprechenden Tiefgang besitzen. Dazu kommen die umwerfende Musikalität, das überbordende Improvisationstalent und viel Spaß an der Live-Perfomance. Gegründet wurden Tank and the Bangas 2011, und von Anfang an war den Mitgliedern klar: Das, was wir hier machen, wirkt am besten auf der Bühne. Die Auftritte der Band, die meist mit sechs bis acht Leuten auftritt, sind so energetisch wie nur wenig sonst. Die Instrumentierung folgt ungefähr der Jazz-Besetzung: Schlagzeug und Bass als Rhythmusgruppe, diverse Keyboards, Saxofone und Querflöte. Und von Zeit zu Zeit gesellen sich Percussions oder eine Gitarre dazu.

 

Die musikalische Qualität und Freigeistigkeit lassen Tank and the Bangas aber in jedem Line-up so absolut groovy klingen – egal ob die Session in Richtung HipHop oder in Richtung Jazz ausschlägt. Oft kann nicht einmal die Band vorhersagen, wie der Abend sich entwickeln wird.