Cloud Nothings - 08.02.2019 - Musik & Frieden

Cloud Nothings

Cloud Nothings

Foto: Daniel Topete

 

Cloud Nothings markieren ihre Rückkehr zu den Wurzeln kurz und knackig. Etwas über 30 Minuten ist ihre neue Platte, die im Oktober erscheint, lang. „Last Building Burning“ wurde in acht Tagen eingespielt und spiegelt die Kraft wider, die das Quartett aus Cleveland live verbreitet. Das neue Teil ist das perfekte Gegenstück zum 2017er Album „Life Without Sound“. War das durch die eher zurückhaltenden Töne charakterisiert, rasen Dylan Baldi und seine Jungs dieses Jahr mit Vollgas durch die Songs. Die Rhythmusgruppe aus Bassist Juck Duke und Schlagzeuger Jayson Gerycz ist schneller als jemals zuvor, die Gitarristen Baldi und Chris Brown schlagen dazwischen und nutzen ihre Instrumente als Schwerter. Mastermind Baldi äußerte sich zur Rückkehr zu alten Tugenden in einem Interview : „Derzeit bin ich vom Gedanken der Energie wie besessen. Darum habe ich mir das Album so vorgestellt: Sieben kurze und ein langer Ausbruch voller intensivem, kontrolliertem Chaos. Ich wollte es so aufnehmen, dass man es körperlich spüren kann.“

 

Wer wissen will wie das klingt: „The Echo Of The World“, der erste Vorgeschmack, ist seit August online und tatsächlich ein einziges, vierminütiges Rauschen voller Krach und Gitarre und Schreien. Schon mit diesem Stück beweisen die Jungs aus Ohio erneut, dass sie immer noch die Erneuerer des Indie-Rock sind. Entstanden aus dem Solo-Projekt Baldis, ist Cloud Nothings inzwischen eine der intensivsten Rock-Bands des Planeten, innovativ und stets auf der Höhe des Sounds. Hier wird alles Heimelige abgelehnt, diese Mischung aus LoFi, Post-Grunge, purem Punk, Indie-Hommage und heiligem Zorn treibt die Welt vor sich her. Insbesondere live sind die vier Jungs zu Höchstleistungen in der Lage, machen aus den Songs weißglühende Rückkopplungsmonsterstücke voller technischer Feinheiten und spielerischer Präzision, sind dabei den gewissen Dreh lauter als auf Platte und schaffen ganz locker den Spagat zwischen Aggressivität und Lässigkeit. Cloud Nothings kommen im Februar mit ihrem neuen Material zurück auf unsere Bühnen.